Die Zukunft der Automation

Remshalden, Juni 2017. Karl Schnaithmann, Geschäftsführer der Schnaithmann Maschinenbau GmbH in Remshalden, spricht über die Trends im Maschinenbau für Automatisierungsanlagen und Industrie 4.0.

Was ist der Trend in der Branche für Montage- und Automationsanlagen?
Als Systemlieferant für Automatisierungstechnik steht Schnaithmann seit 1985 in sehr enger Kooperation mit seinen Kunden. Unter dem Leitsatz "Partner der Besten" vertrauen namhafte Unternehmen der Branche auf uns und unsere Leistungen, somit sind Trends und Branchentendenzen unsere tägliche Aufgabe und mehr als eine Herausforderung.

Die Globalisierung und der demografische Wandel haben einen hohen Einfluss auf die industrielle Produktion und Montage in Deutschland. Wir bemerken bei unseren Kundenanforderungen den Trend "Weg von der Serie - hin zu hoher Variantenvielfalt". Dadurch steigt der Anteil der Kleinserien mit geringen Stückzahlen stark an.

Viele unserer Lösungen bieten deshalb einen hohen Automationsanteil mit extrem hoher Flexibilität. Zum einen ist es die modulare Bauweise, die investitionssichere Maschinenlösungen ermöglicht - je nach Anforderung können Fertigungsstraßen zu einem beliebigen Zeitpunkt ergänzt oder verändert werden. Und zum anderen ist es das Zusammenspiel Mensch-Maschine, das für uns auch ein weiteres spannendes Thema in Zukunft sein wird.

Einen weiteren Trend haben wir gemeinsam mit der Beschützenden Werkstätte Heilbronn, eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung, und der Hochschule FHTE Esslingen in einem Montage-Assistenzsystem umgesetzt. Die Aufgabe war, älteren oder leistungsgeminderten Menschen einen prozesssicheren Arbeitsplatz zu bieten. Ziele waren die Reduzierung der Einarbeitungszeit aufgrund unterschiedlichen Leistungsniveaus, der Erhalt von Arbeitsfähigkeit und -motivation, und die Minimierung der Fehleranfälligkeit. Kurzum, die Mitarbeiter sollen aufgrund sozialer als auch wirtschaftlicher Gesichtspunkte wieder in das Arbeitsleben integriert werden.

Wie beeinflussen zunehmende Digitalisierung und Industrie 4.0 die Branche?
Bei Schnaithmann sind Digitalisierung und die Verzahnung der Prozesse seit Langem gängige Praxis. Wir sind mit Industrie-4.0-Lösungen bereits auf dem Weg zur intelligenten und flexiblen Produktion. Unsere Aufgabe ist es, dass Menschen, Maschinen und Produkte direkt miteinander kommunizieren und kooperieren.

Darüber hinaus bedeutet Industrie 4.0 für uns, dass wir Prozesse zeitnah greifbar und sichtbar machen können, egal an welchem Ort der Welt wir gerade sind und egal wo sich etwas abspielt. Die ständige Verfügbarkeit aller wichtigen Prozessinformationen wird auf diese Weise zum elementaren Wettbewerbsvorteil für unsere Partner und Kunden.

Welche Themen sind derzeit bei Schnaithmann aktuell?
Stillstand bedeutet für uns Rückschritt, deshalb arbeiten wir an modularen Lösungen, die unseren Kunden ein hohes Maß an Flexibilität bieten - und sich bestens in Lean-Management-Prozesse integrieren lassen. Ein Schwerpunkt werden auch weitere Mensch-Roboter-Schnittstellenlösungen sein, die wir für unsere Kunden kontinuierlich entwickeln.

Unter dem Leitsatz "Wir sind da wo unsere Kunden uns brauchen" möchten wir auch unsere internationale Serviceorientierung weiter ausbauen. Zahlreiche Kooperationen sind hier bereits vorhanden, doch der demografische Wandel verlangt nach weiteren adäquaten Servicelösungen. Auch Themen wie "Low-Cost-Automation", "Schnellrüsten und wertstromorientierte Anlagenbau-Gesamtlösungen" oder die Einführung von "Verfahren zur Selbstoptimierung und Vernetzung im Anlagenbau" sind durchaus wichtige Weiterentwicklungsschritte.

Eine Herzensangelegenheit bleibt die Fortsetzung und Weiterentwicklung von Assistenzsystemen für ältere und leistungsgeminderte Mitarbeiter, denn als verantwortungsvolles, soziales Unternehmen sehen wir weit mehr als wirtschaftliches Streben, sondern denken in erster Linie an den Menschen, der hinter aller Arbeit steht. Dies verfolge ich intern bei meinen Mitarbeitern sowie auch bei vielen sozialen Projekten, die wir gerne und von ganzem Herzen unterstützen. Denn es braucht in erster Linie den Menschen, um auch künftig "Partner der Besten" zu bleiben.



Schnaithmann stellt aus:
Motek 2017, 9. bis 12. Oktober 2017, Stuttgart: Halle 3 Stand 3420



Unternehmensinformation:
Schnaithmann Maschinenbau GmbH ist Systemlieferant für Automatisierungstechnik und stellt in Remshalden in der Nähe von Stuttgart Transfer- und Montageanlagen für Automations-, Montage-, Materialfluss- und Handhabungsaufgaben her. Das Erfolgsrezept des 1985 von Karl Schnaithmann gegründeten Unternehmens ist die Entwicklung zweier Systeme nach dem Baukastenprinzip: Modulare Transfersysteme für unterschiedlichste Anwendungen, die eine große Auswahl an Bandsystemen bieten, und flexible Profilsysteme, die innerhalb eines kompletten Baukastensystems Komponenten für Zuführung und Montagetechnik umfassen. Durch die Kombination beider Systeme entstehen maßgeschneiderte kundenspezifische Lösungen. Von der Ideenfindung über Planung und Konstruktion bis hin zur Inbetriebnahme einer kompletten Transferanlage und Wartung vor Ort bietet Schnaithmann alle Leistungen aus einer Hand. Das Familienunternehmen hat heute knapp 250 Mitarbeiter und beliefert Kunden in aller Welt.



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